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Wissenschaftliches Symposium „Frühstück macht Schule“

In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte die Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser am 30. Januar zum wissenschaftlichen Symposium „Frühstück macht Schule“ nach Düsseldorf eingeladen.

„Ohne die tägliche Ration an Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen kommen Körper und Lebensgeister morgens nicht in Schwung“ (Zitat Pressemitteilung https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/symposium-fruehstueck-macht-schule-duesseldorf). So lässt sich das zusammenfassen, was hochkarätige Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen einstimmig konstatierten.

Die Ausgangslage: Laut Prof. Dr. Johann Christoph Klotter aus Fulda frühstücken 20-30% der Kinder in den Industrienationen nicht oder unregelmäßig. Kinder sozial besser gestellter Eltern frühstücken häufiger. Sie haben einen Wettbewerbsvorteil. Und – so die vorgestellten Studien – sind Frühstücker auch noch seltener übergewichtig als Nicht-Frühstücker.

Diskussion: Was tun? Ein Patentrezept wurde nicht gefunden – aber das hatte auch niemand erwartet. Ursula Heinen-Esser spricht von hungrigen, unterzuckerten Kindern, die sich nicht bewegen. Nein, das will man nicht. Nur: Wie können Alternativen aussehen? Ein gemeinsames Schulfrühstück mit gesunden Sachen, die für jeden erschwinglich sind, wäre das Optimum. Aber selbst damit wäre das Problem nicht gänzlich gelöst, erklärt Christoph Klotter. Denn die Schüler müssen mitziehen. Der Gesundheits-Begriff sei für Kinder und Jugendliche allerdings völlig irrelevant. Hinzu käme „Wenn Schulessen gesünder wird, gehen die Schüler danach zum Bäcker und kaufen die süßen Sachen.“ Ein „cooles Frühstück“  müsse her, ergänzte Prof. Dr. Gunter Hirschfelder. Denn „Food is Fashion“. Ja, wäre Frühstücken bei den Schülern (wieder) populär, wäre man schon ein gutes Stück weiter.

 

Ausblick: Hier war man sich schnell einig: „Frühstück ist ein Kinderrecht“. Es muss einfach möglich sein, dass alle Kinder essen können“, brachte Dr. Simone Meyers von der Uni Düsseldorf das Fazit des Tages auf den Punkt.  „Dass sie z.B. vor der Schule ein Brot essen und ein Glas Milch trinken können“. Schulverpflegung darf weder abhängig sein vom ehrenamtlichen Engagement einiger, noch von Spenden. “

 

Link zum Programmhttps://www.kita-schulverpflegung.nrw/sites/default/files/2018-12/181214_48790100_VZ_Wissenschaftliches_Symposium_Einladung_OnlineVersand_NEU.pdf