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Serie: Zucker im Kakao (2): Was Wissenschaftler sagen

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Einer der größten Kämpfer für den Kakao ist Professor Dr. Günter Eissing von der TU Dortmund. Er geht sogar so weit, nicht nur zu sagen, der zugesetzte Zucker im Kakao sei nicht „so schlimm“, sondern im Gegenteil ernährungsphysiologisch besonders wertvoll.

Das läge am so genannten „Glykämischen Index“, der Auskunft darüber gibt, wie schnell der aufgenommene Zucker ins Blut schießt. Die Kombination von Fett und Zucker im Kakao bewirkt nämlich, dass der Zuckerspiegel nicht schnell ansteigt und dann wieder abfällt, sondern für längere Zeit auf einem Niveau bleibt, das sich positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirkt.

Vor allem zum Denken braucht der menschliche Körper Zucker, erklärt auch Dipl. oec. troph. Günter Wagner vom Deutschen Institut für Sporternährung e.V. in Bad Nauheim: „Die roten Muskelzellen können aus Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß Energie gewinnen – die grauen Zellen hingegen leben allein von Glukose, also von Zucker“. Und morgens seien die Vorräte eben aufgebraucht. Füllt ein Schüler sie nicht rechtzeitig wieder auf, sei das zwar gut für die Kalorienbilanz, aber schlecht für seine schulischen Leistungen.

Auch der Ernährungsdienst aid hat in der Ausgabe 11-12/2015 seiner Fachzeitschrift „Ernährung im Fokus“ die „generelle Verteufelung von Kohlenhydraten“ zum Schwerpunkt-Thema gemacht.

https://www.aid.de/fachzeitschriften/eif/download/leseprobe_5586_2015_eif.pdf

Das Fazit: Nicht die Höhe des Kohlenhydratanteils in der Ernährung ist entscheidend für gesundheitliche Auswirkungen, sondern ihre Qualität. „Zuckerhaltige Erfrischungsgetränke“ schneiden auch hier nicht gut ab. Anstatt dessen solle auf Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischem Index zurückgegriffen werden.

 

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