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Nicht nur für Journalisten: Fakten Milchwirtschaft und Milchpreis

Screenshot Milchwirtschaft

Nach zwei Rekordjahren der deutschen Milchwirtschaft rückt der Milchpreis wieder in den Vordergrund der Diskussion. Der Milchindustrie-Verband e.V. hat deshalb eine 15-seitige Broschüre für Journalisten erstellt, die aber nicht nur für Journalisten, sondern auch für interessierte Laien (und Lehrer!) eine spannende Lektüre darstellt.

Wir erfahren z.B., welche die Top 10 Milchverarbeiter in Europa sind, welche Produkte deutsche Molkereien aus der Milch machen, welche Rolle der Außenhandel spielt, warum man überhaupt von einem „Strukturwandel in der Milchwirtschaft“ spricht und welche Faktoren den Milchpreis beeinflussen.

Dr. Karl-Heinz Engel, Vorsitzender des Milchindustrie-Verband e.V. im Vorwort:

„Die Milchpreise, das gute Exportergebnis und die guten Futtergrundlagen in 2013 und 2014 haben weltweit für ein Mehr an Rohmilch gesorgt. Der Russlandboykott und die Kaufzurückhaltung in China haben aber bereits Ende 2014 und auch zum Jahresstart 2015 Absatzprobleme verursacht. Keine gute Ausgangslage für das milchwirtschaftliche Jahr 2015.
Weltmarktpreise und auch die deutschen Notierungen purzelten und machen nicht nur den Milcherzeugern Sorge.
Die Politik hat sich vom Marktgeschehen verabschiedet, zu Letzt wurde im April die Milchquote abgeschafft. Jetzt ist nur noch ein niedrig gespanntes Sicherheitsnetz vorhanden. Das heißt aber auch: Der Sektor muss sich selber helfen. Der Strukturwandel in der deutschen Milchwirtschaft wird zunehmen, da sind sich zumindest die Wissenschaftler einig. Der Milchmarkt wird mit „unsichtbarer Hand“ über Angebot und Nachfrage gesteuert.
Milch besitzt als gesundes Lebensmittel einen guten Ruf. Zugenommen haben aber die „Milchgegner“. Anscheinend macht es einigen Kritikern Spaß, schlecht über Lebensmittel zu schreiben. Man gewinnt den Eindruck, dass daraus ein Geschäftsmodell entsteht. Früher war die Atomkraft der Lieblingsgegner bestimmter politischer Strömungen, heute ist es die Lebensmittelwirtschaft geworden.
Wann wird es wieder besser? Das wird kein Prognostiker genau voraussagen können. Unabhängig vom Preisgeschehen gilt es aber, den Binnenmarkt zu erhalten. Der Protektionismus einiger unserer Nachbarländer hilft nicht. Wer sich mit seinem nationalen Markt vom EU-Binnenmarkt abkoppeln möchte, wird scheitern.
Sicher ist: Milch bleibt im positiven Trend. Die Nachfrage wird wieder zunehmen und dann geht es auch wieder aufwärts, mit den Preisen, den Umsätzen und der Stimmung.
Mein Verband möchte Sie, sehr geehrte Journalisten, über die Zusammenhänge am Milchmarkt informieren. Über Milch wird oft emotional diskutiert, teilweise fehlt aber auch das Hintergrundwissen.“

fakten milch

Weitere Informationen:

Milchindustrie-Verband e. V.
Jägerstraße 51
10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 4030445-0
Telefax: +49 (0)30 4030445-55
info(at)milchindustrie.de

Allgemeine Informationen rund um das Thema Milch finden Sie unter meine-milch.de.

 

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